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HANNOVER

exzellent

Unser Hannover

Vielfalt entdecken!

Hannover – eine Stadt der Möglichkeiten, der Chancen, Perspektiven, der Entwicklung – ein Ort mit Qualität, vor allem mit viel Lebensqualität! Niedersachsens Landeshauptstadt fördert Potenziale, schafft Platz für Innovation und bietet mit ihrer Nähe zur Natur, ihrer Authentizität, einer funktionierenden Infrastruktur – kurzum: mit ihrem Charme – einen Platz zum Leben, Arbeiten und Genießen.

Hannover Hören

Als „Unesco City of Music“ spielt Hannover offiziell seit 2014 in der musikalischen Weltliga. In der Stadt leben und wirken ausgezeichnete Musiker, Forscher und Kulturschaffende, die die Stadt zu einem Hörerlebnis machen.

Hannover Fühlen

Hannover ist eine Stadt zum Wohlfühlen – das bestätigen auch Befragungen der Stadtverwaltung. 84 Prozent der Bürger geben gute und sehr gute Noten. Zahlreiche Einrichtungen, Institutionen und weitere Engagierte arbeiten daran, damit das auch so bleibt.

Hannover Bewegen

Bewegung ist ein geflügeltes Wort, nicht nur für die Physiker der Leibniz Universität, die unter anderem mit der Erforschung der Gravitationswellen beschäftigt sind. Viele weitere Bürger sorgen für bewegende Momente in und um die Landeshauptstadt.

Hannover Sehen

Sehenswert sind nicht nur Hotspots wie der Maschsee, Schloss Herrenhausen und das Neue Rathaus – die Region lockt insgesamt mit Abwechslungsreichtum. Wie etwa modernste Technik effizient in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann, erforscht das Laser Zentrum Hannover.

Hearing4all

Hörgeräte durch Gedankenkraft steuern

Brain-Computer-Interface (BCI) ist eine Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, die eine Verbindung zwischen dem Computer und dem Gehirn ermöglicht – und zwar ohne Aktivierung der Extremitäten. An der Leibniz Universität wird diese Technik im Hearing4all-Exzellenzcluster erforscht: Wissenschaftler arbeiten an der Entwicklung von Hörgeräten, die nur durch Gedankenkraft gesteuert werden können.

Translationale Medizintechnik

Exzellente Forschung am Fraunhofer ITEM

Was tut sich in der Forschung für Gehörlose? Auf welche neuen Erfindungen können wir uns in den nächsten Jahren einstellen? Antworten darauf will das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin – kurz Fraunhofer ITEM – mit seinem Leistungszentrum „Translationale Medizintechnik“ finden. Das Institut forscht seit knapp 40 Jahren vor allem in den Bereichen Arzneimittelentwicklung und Chemikaliensicherheit und hat über die Jahre Expertise im Bereich der Translationalen Medizintechnik aufgebaut. Ein Thema ist die Entwicklung individueller Implantate für Menschen mit Hörschäden. Im Interview erklärt Institutsleiter Prof. Norbert Krug, wie Gehörlose künftig ganze Konzerte genießen könnten – und was der 3D-Druck damit zu tun hat. Weitere Themen: Was das Fraunhofer ITEM tut, um Frühchen das Leben zu erleichtern und Menschen mit Atemwegserkrankungen mit sicheren und wirksamen Medikamenten zu helfen.

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Hört, hört!

Wie ein junger Wissenschaftler die Hörforschung vorantreibt.

Die Joint Research Academy fördert Nachwuchswissenschaftler des Clusters Hering4all in ihrer Forschung und Karriere. Einer der Jugendforscher erzählt von seinem aktuellen Projekt, was es zu Hearing4all beiträgt und wie die Akademie ihn dabei unterstützt.

Waldo Nogueira

forscht zu künstlicher Intelligenz und Musikwahrnehmung

Jetzt Interview mit Waldo Nogueira hören.

IdeenExpo 2019

Wunder der Technik hautnah erleben

Experimente zum Mitmachen, Shows und Konzerte: Die Ideenexpo, Europas größtes Jugendevent für Wissenschaft und Technik, kommt wieder nach Hannover.

Im Juni 2019 verwandelt sich das hannoversche Messegelände erneut in eine riesige Erlebniswelt für junge, technikbegeisterte Menschen. Vom 15. bis zum 23. Juni findet dort in drei Hallen die Ideenexpo, Europas größtes Jugendevent für Technik und Wissenschaft, statt. Auf mehr als 100.000 Quadratmetern bieten die Aussteller über 650 Workshops und Experimente an. Die jungen Besucher lernen, wie man ein Smartphone in wenigen Schritten zu einem Beamer umfunktioniert, mit Hilfe einer Cola-Flasche mückenfreie Abende genießt oder ganz einfach eigene Apps programmiert. Ihr Wissen können sie anschließend bei der hauseigenen Quizshow unter Beweis stellen: Zum sechsten Mal wird der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar mit „Wissen LIVE“ auf der Open-Air-Bühne zu sehen sein.

Jugendliche, die noch nicht genau wissen, welcher Beruf für sie in Frage kommt, sind hier genau richtig: An den Ständen kann man sich über etliche Berufe aus Wissenschaft und Technik informieren. Außerdem gehören Auftritte von Youtubestars wie Philip Häusser aus „Phil’s Physics“ und die Konzerte von Sunrise Avenue, Bosse und SDP zum Programm.

Zur IdeenExpo 2019

Hier ein Vorgeschmack auf das, was Besucher im Juni erwartet:

Gehörschutz

Bitte einmal weghören

Lead conte shout, shout, let it all out: Wer schon einmal zu dem Lied der britischen Band Tears for Fears mitgebrüllt hat, dem klingelten danach die Ohren. Das menschliche Gehör macht einiges mit, nicht nur auf Konzerten, sondern zum Beispiel auch auf der Arbeit. Finden Sie heraus, für wen es sich lohnt, zum Gehörschutz zu greifen.

1. Der Musikfan

Auf Rock- und Popkonzerten wird die Musik mehr als 100 Dezibel laut. Das entspricht ungefähr der Lautstärke einer Motorsäge. Ein Konzert ohne Ton ist aber auch nicht die Lösung. Spezielle Filter unterdrücken bestimmte Frequenzen, sodass die Musik zwar leiser ist, aber noch genauso klar.

2. Das Arbeitstier

In einigen Berufen müssen Menschen oft stundenlang Lärm aushalten. Besonders laut ist der Alltag für Mitarbeiter in der Flugzeugabfertigung, Straßenbauarbeiter und Barkeeper, aber auch Zahnärzte und Lehrer sind betroffen. Wer auf der Arbeit acht Stunden lang einer Lautstärke ab 80 Dezibel ausgesetzt ist, dem steht rechtlich ein Gehörschutz zu.

3. Der heimische Handwerker

„Ich bohre mal eben ein paar Schrauben in die Wand!“ Wer viel zu Hause werkelt und dafür Bohrer und Kreissäge anwirft, sollte über einen Gehörschutz nachdenken. Hier eignet sich zum Beispiel ein Kapselgehörschutz, also ein Kopfhörer, der die Ohrmuschel komplett umschließt.

4. Der Vielflieger

Gleich hebt der Flieger ab, aber ein Kaugummi ist nicht in Reichweite? Vor allem bei Start und Landung ist der Druck auf die Ohren der Fluggäste besonders hoch. Dazu kommt der dröhnende Lärm der Triebwerke. Hier bietet sich ein spezieller Hörschutz mit Filtern an, die den Druck ausgleichen.

5. Der Schlaflose

Bei einem ist es das Baby oder der schnarchende Partner, beim anderen vielleicht nur der tickende Wecker: Viele Menschen wälzen sich nachts schlaflos im Bett, weil ihre Umgebung zu laut ist. Abhilfe kann schon ein herkömmlicher Hörschutz aus Schaumstoff schaffen, andernfalls muss es ein speziell angepasstes Modell sein.

6. Die Wasserratte

Ein paar Runden im Schwimmbecken, ein kurzer Tauchgang – und prompt schwappt eine Ladung Wasser ins Ohr. Oft fließt es dann auch wieder ab, kann sich aber auch festsetzen. Dann droht zum Beispiel eine Mittelohrentzündung. Maßgefertigter Gehörschutz eignet sich, das Ohr vor eindringendem Wasser zu schützen.

Endlich wieder hören!

Die Arbeit am DHZ

Hörprobleme sind keine Seltenheit in unserer Gesellschaft – in Deutschland sind rund 15 Millionen Menschen davon betroffen. Die gute Nachricht: Alle Varianten der Schwerhörigkeit lassen sich inzwischen diagnostizieren und behandeln. Ob Operation, Hörgerät oder Implantat, es gibt viele Möglichkeiten, das Hörvermögen wiederherzustellen. Wer dafür sorgt? Das Deutsche HörZentrum Hannover (DHZ) arbeitet mit einem Team von Experten an den besten Therapien für Betroffene. Erfahren Sie hier, warum das DHZ besonders ist, an welchen Hörhilfen der Zukunft es bastelt – und hören Sie doch mal rein, wie Schwerhörigkeit klingt.

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Studieren an der HMTMH

Begabte Violinistin im Bachelorstudium

Die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) genießt international einen ausgezeichneten Ruf. Eine ihrer Studentinnen ist die Geigerin Cosima Soulez Lariviere, die 2018 beim renommierten hannoverschen Joseph-Joachim-Violinwettbewerb den dritten Platz erreichte. Im Interview erzählt die Französin und Niederländerin, wie es ist, sich an einer der besten künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands zur Musikerin ausbilden zu lassen.

Wie haben Sie zur Violine gefunden?
Als ich sehr jung war, hörte ich schon Musik und die Suzuki-Methode, mit der ich angefangen hatte, brachte einen sehr unterhaltsamen und wunderbaren Ansatz zum Musizieren, der sowohl ermutigend als auch motivierend war. Mein Bruder spielte auch Geige, daher war es etwas Besonderes, beim Aufwachsen das teilen zu können.

Was ist für Sie das Besondere an Ihrem Instrument?
Die Geige ist für mich wie eine jenseitige Stimme, deren Farben unendlich sind und für welche es ein Repertoire gibt, die so unglaublich abwechslungsreich ist, dass ich ganz glücklich bin, es spielen zu können.

Wieso haben Sie sich für die HMTMH entschieden?
Warum ich nach Hannover gezogen bin war wegen meines Lehrers, Prof. Wegrzyn, den wir in jungen Jahren in Italien kennen gelernt hatten. Seine Lehre inspiriert mich weiterhin.
Die Schule ist auch wegen den anderen Musikabteilungen sehr bekannt (meine altere Freundin von der Yehudi Menuhin School studiert auch hier, eine Pianistin, mit wem ich ein LMN * Duo bilde) und bringt eine vielseitige Gruppe von begeisterten Künstlern zusammen.


Was bietet Ihnen die Hochschule, was andere Hochschulen nicht bieten?
Die Hochschule besitzt nicht nur eine fantastische Fakultät von Professoren, sondern ermöglicht auch eine Gemeinschaft gleichgesinnter Einzelpersonen, die alle leidenschaftlich sind mit Bezug auf was sie machen (Schauspielerei, komponieren, dirigieren usw.).
Wir haben das Privileg, solche wunderbare Anlagen zu haben und in einer Stadt zu leben, die so ruhig und perfekt zu unserem Lebensstil passt. Das Publikum ist auch sehr bemüht, die Studenten zu unterstützen, was sehr geschätzt wird.

War für Sie und Ihre Musik ein besonderer Moment (womöglich in Hannover)?
Vor Kurzem fand während des Galakonzerts des Joachim Wettbewerbs ein wunderschöner Moment statt, als ich den Preis für die beste Leistung des zeitgenössischen Auftrags erhielt. Ich durfte es beim Abschlusskonzert wieder spielen und mit meinem Professor hatten wir uns entschieden den Saal in Dunkelheit zu tauchen und nur einen Scheinwerfer auf der Bühne zu behalten. Ein solches schattiertes stilles Stück (‘Hauch‘ von Rebecca Saunders) in solch einer ruhigen Atmosphäre aufzuführen, war schon etwas. Die Zeit stand irgendwie still.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Für das kommende Jahr sind viele Konzerte geplant, die von klassischen Konzerten bis zu modernen, weniger gespielten Werken reichen (was sich hoffentlich ändert!) in Deutschland sowie in Dänemark, Ungarn und Tschechien.

* Live Music Now e.V.


Daraus besteht eine Violine

Mit einem einzigen Ton kann ein Geiger eine Kaskade von Gefühlen bei seinen Zuhörern auslösen. Möglich macht dies auch die einzigartige Bauweise des Instruments.

Steckbrief

Cosima Soulez Larivière, Violinistin

Wer studiert hier?


Wer lehrt an der HMTMH?


Woher kommen die
meisten internationalen Studierenden?


Was sind die
beliebtesten Bachelorstudiengänge?


Jazz Club Hannover

Ein Stück Geschichte

„If you have to ask what jazz is, you’ll never know“, sagte einst der US-amerikanische Jazzmusiker Louis Armstrong. Wer aber doch fragen muss, hat womöglich noch eine Hoffnung: den Jazz Club Hannover. Der traditionsreiche Anlaufpunkt für Jazz-Fans und jene, die es werden wollen, gibt nach eigener Aussage die Antwort auf die Frage: Was ist Jazz?

1966 gegründet – das 50-jährige Jubiläum ist noch frisch – hat er sich zu einem der bekanntesten Jazz Clubs in Deutschland gemausert. Namhafte Musiker wie Benny Goodman, Duke Ellington, Count Basie und Lionel Hampton spielten bereits in dem Keller am Lindener Berg. Bei 130 Gästen ist der Raum voll, die Zuschauer sitzen fast auf der Bühne. Das Innere des ehemaligen Freizeitheims ist ganz in Orange gehalten. Vielen ist der Jazz Club deshalb auch als Orange Club bekannt, lange Zeit geführt vom sogenannten „Mr. Jazz“, dem Vorsitzenden Michael Gehrke. Seit 2015 ist Bürgermeister Thomas Hermann erster Vorsitzender.

Nicht nur innerhalb des Clubs, sondern in ganz Hannover soll der Jazz erklingen, finden die Mitglieder des Jazz Club Hannover e.V. Deshalb organisieren sie einmal jährlich das Open-Air-Festival „Swinging Hannover“. Die Premiere liegt schon weit zurück: Als der Club gerade einmal ein Jahr alt war, stellte er das erste Festival auf die Beine. Seitdem feiern immer an Christi Himmelfahrt rund 35.000 Besucher zu Jazzmusik vor dem Neuen Rathaus.

Hannover hat also seine ganz eigene Antwort auf die Frage: Was ist Jazz? Und Louis Armstrong trug bereits seinen Teil dazu bei: Schließlich ist auch er schon im Jazz Club Hannover aufgetreten.

QuantumFron­tiers

Gravitations­wellen­astro­nomie

Das Forschungsteam um den Physiker Prof. Karsten Danzmann hat mit seinem Gravitationswellendetektor dazu beigetragen, dass am 14. September 2015 das erste Signal einer Gravitationswelle aufgefangen wurde. Der Leiter des Instituts für Gravitationsphysik der Uni Hannover leitet das Projekt des deutsch-britischen Gravitationswellendetektors GEO600 und gilt als „geistiger Vater“ der LISA-Satelliten-Mission, bei der ein Detektor im All Gravitationswellen aufspüren soll. Er erzählt, was es mit der Gravitationswellenastronomie auf sich hat, was die Entdeckung der ersten Welle für die Welt bedeutet und was die LISA-Mission verändern könnte.

Gravitationswellen

Wie ein Hanoveraner Gravitationswellen fand

Gravitationswellen durchlaufen das Weltall mit Lichtgeschwindigkeit. Albert Einstein hatte ihre Existenz schon im Jahr 1915 mit seiner Relativitätstheorie vorhergesagt. Er hielt den Effekt jedoch für so klein, dass man ihn sicher nie würde nachweisen können. Ein Irrtum. Ein Streifzug über hundert Jahre Forschung bis zum größten Coup der Physik in diesem Jahrtausend.

1916

Existenz von Gravitationswellen

Albert Einstein veröffentlicht einen Aufsatz mit dem Titel „Näherungsweise Integration der Feldgleichungen der Gravitation“. Darin sagt er erstmals die Existenz von Gravitationswellen voraus. Er leitet sie aus den Gleichungen seiner Allgemeinen Relativitätstheorie ab, die er im Jahr 1915 veröffentlicht hatte.


1918

Neue Formeln

Albert Einstein stellt eine Formel für die Ausstrahlung von Gravitationswellen auf, die in der Wissenschaft bis heute nahezu unverändert als gültig betrachtet wird.



1936

Gibt es Gravitationswellen, oder nicht?

Einstein kommen Zweifel an der Gültigkeit seiner Theorie. Er schreibt mit seinem Mitarbeiter Nathan Rosen eine Arbeit, in der sie behaupten, die Existenz von Gravitationswellen zu widerlegen. Ein Gutachter findet einen Fehler in der Argumentation; die Arbeit wird schließlich mit ganz anderen Resultanten veröffentlicht. Zweifel bleiben, ob es Gravitationswellen gibt, oder nicht.

Einstein kommen Zweifel an der Gültigkeit seiner Theorie. Er schreibt mit seinem Mitarbeiter Nathan Rosen eine Arbeit, in der sie behaupten, die Existenz von Gravitationswellen zu widerlegen. Ein Gutachter findet einen Fehler in der Argumentation; die Arbeit wird schließlich mit ganz anderen Resultanten veröffentlicht. Zweifel bleiben, ob es Gravitationswellen gibt, oder nicht.



1957

„Sticky Bead“- Gedankenexperiment

In Chapel Hill, North Carolina, findet eine internationale Konferenz zu Einsteins Relativitätstheorie statt. Im Zentrum steht das berühmte „Sticky Bead“-Gedankenexperiment von Richard Feymann. Darin beschreibt der Physiker den Effekt einer Gravitationswelle auf ein Kügelchen, das sich auf einem Stock auf- und abbewegt und dabei durch Reibung Wärme erzeugt. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Gravitationswellen existieren müssen.



1960

Der Physiker Joseph Weber unternimmt die ersten Versuche, die winzigen Effekte von Gravitationswellen nachzuweisen.

1969

Nachweis geglückt?

Weber verkündet, dass ihm der Nachweis von Gravitationswellen geglückt sei. Die Nachricht sorgt für großes Aufsehen und animiert Wissenschaftler aus aller Welt zu Nachfolgeexperimenten. Keiner dieser Versuche konnte Webers Entdeckung jedoch bestätigen.



1974

Indirekter Nachweis

Den beiden US-Astronomen Joseph Taylor und Russel Hulse gelingt ein indirekter Nachweis von Gravitationswellen: Ihnen fällt auf, dass sich die Umlaufzeit zweier Sterne extrem langsam, aber stetig verringert. Das System verliert also offensichtlich Energie. Die einzige Erklärung der Forscher für dieses Phänomen ist die Abstrahlung von Gravitationswellen.



1992

Forscher nehmen in den USA das LIGO-Observatorium (Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatorium) in Betrieb. Die neue Technologie ist vier Mal empfindlicher als frühere Systeme. Dennoch scheitern die ersten Versuche, Gravitationswellen zu finden.



1993

Die US-Astronomen Taylor und Hulse erhalten für ihren indirekten Nachweis von Gravitationswellen den Nobelpreis für Physik.



2015

LIGO-Detektoren entdecken Gravitationswellen

Am 14. September 2015 fangen Forscher mit ihren Messgeräten im LIGO-Observatorium das entscheidende Signal aus dem All auf, 1,3 Milliarden Jahre alt. Zwei Schwarze Löcher sind miteinander verschmolzen. In der letzten Phase, kürzer als eine Sekunde, strahlte das gigantische Schwarze Loch derart starke Gravitationswellen aus, dass die LIGO-Detektoren sie auf der Erde entdecken konnten. Die Wissenschaftler beginnen mit der Auswertung der Daten.



2016

Eine wissenschaftliche Sensation

Die Wissenschaftler schließen die Datenauswertung ab. Jetzt sind sie sich sicher: Das Signal, das sie im Jahr 2015 mit den LIGO-Detektoren empfingen, stammt zu 99,99999 Prozent von Gravitationswellen. Eine wissenschaftliche Sensation.



Hannover im Wandel

Vom „Vorort der Moderne“ zur niedersächsischen Metropole

Die Geschichte der Stadt Hannover führt von den mittelalterlichen Anfängen über die Residenzstadt bis zur Hannover City 2020+. Als Landeshauptstadt von Niedersachsen gehört Hannover heute zu den führenden Großstädten Deutschlands. Die Schwarz-Weiß-Karte zeigt die Stadt im Jahre 1916, die farbige rechts daneben ist aktuell. Mit gedrückter Maustaste kann die Schwarz-Weiß-Karte an dem weißen Button auf- und zugezogen werden, sodass Veränderungen im Stadtbild im Vergleich sichtbar werden. Am Ende des Zweiten Weltkrieges lagen nicht nur die Altstadt und die Calenberger Neustadt, sondern auch weite Teile der angrenzenden Nord-, Ost- und Südstadt in Trümmern. Nach der Zerstörung begann die Phase der Wiederherstellung. Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht stattete die Innenstadt mit breiten Straßenzügen und Grünflächen aus. Als prägendes Bauwerk wurde 1946 die Marktkirche wiederaufgebaut. In den 50er-Jahren entstand das heutige Regierungsviertel im Bereich des Waterlooplatzes. Das Ihme-Zentrum wurde 1975 im Stil des Brutalismus fertiggestellt. Die neu gewonnene Zentralität Hannovers nach der Wiedervereinigung Deutschlands und die Weltausstellung EXPO 2000 haben der Stadtentwicklung wesentliche Impulse gegeben. Die Aufwertung des Bereichs rund um den Hauptbahnhof ist ein Beispiel dafür. Auch der Aegidientorplatz hat sich durch die Beseitigung der Hochstraße im Jahr 1999 verändert. Der Neubau der Nord/LB am Friedrichswall setzt ebenfalls ein dominantes Zeichen.

Einstein@home

Ein Interview

Der Physiker Bruce Allen widmet sich in seiner Forschung mit nichts geringerem als dem ganzen Universum. Im Einstein-Jahr 2005 hat er das Projekt „Einstein@Home“ auf die Beine gestellt. Nur so viel sei verraten: Er will Signale aus dem All empfangen, immer auf der Suche nach Gravitationswellen. Allen ist Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover.

Was ist das oberste Ziel?

Wir wollen die erste Gravitationswelle eines rotierenden Neutronensterns aufzeichnen. Die im September 2015 entdeckten Gravitationswellen resultierten aus zwei verschmolzenen schwarzen Löchern, und wir wollen nun den nächsten Schritt machen.


Worum geht es bei Einstein@Home?

Mithilfe der Computerleistung von Menschen aus aller Welt wollen wir Signale von rotierenden Neutronensternen im All aufspüren. Satelliten und Teleskope fangen diese Daten auf und durch die gebündelte Kraft der Computer lassen sich die darin enthaltenen schwachen Signale aufspüren. Das ist so, als würde man unendlich viele Sandkörner nach einem Korn durchforsten, das eine ganz bestimmte Form hat. Dazu brauchen wir eine enorme Rechnerleistung. Ein Hochleistungsrechner ist extrem teuer, deshalb bündeln wir mit Einstein@Home die Kraft sehr vieler Computer. Zusammen sind sie so gut wie die 20 bis 30 schnellsten Computer der Welt. Die empfangenen Daten helfen uns, das Universum besser zu verstehen.


Wie funktioniert die Suche nach Neutronensternen?

Neutronensterne sind kleine, sehr kompakte Gebilde – ein Teelöffel von einem Neutronenstern hat die gleiche Masse wie ein ganzer Berg. Sie haben teilweise nur einen Durchmesser von 20 Kilometern und rotieren sehr schnell. Ähnlich einem Leuchtturm, der regelmäßig einen Lichtstrahl aussendet, strahlen sie Gravitationswellen, Gammastrahlen und Radiowellen aus. Satelliten und Teleskope fangen diese Daten auf und die Computer der Teilnehmer durchforsten sie nach schwachen Signalen, die darin versteckt sind. Anhand der empfangenen Daten können wir Neutronensterne lokalisieren. Jeder Teilnehmer, der einen Neutronenstern ausfindig gemacht hat, erhält eine Urkunde.


Woher kommen die Teilnehmer?

Rund eine halbe Million Menschen aus allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben einen Beitrag zu Einstein@Home geleistet. Die meisten kommen aus den USA, auf dem zweiten und dritten Platz liegen Deutschland und das Vereinigte Königreich.


Wie erfolgreich ist Einstein@Home?

Seit dem Start des Projekts haben wir rund 100 neue Neutronensterne anhand ihrer Gammastrahlen und Radiowellen aufgespürt. Leider haben wir in den 14 Jahren noch keine Gravitationswelle eines einzelnen Neutronensterns aufgezeichnet. Das ist sehr schade, denn das ist unser eigentliches Ziel. Gravitationswellen können uns zum Beispiel Informationen liefern, wie die innere Struktur eines Neutronensterns aussieht. Das ist sehr spannend für die Forschung der Astronomie und Kernphysik.


Was sind die Herausforderungen?

Am schwierigsten ist es, langfristige Teilnehmer für das Projekt zu finden. Anfangs sind viele begeistert von Einstein@Home – zumal die Teilnahme sehr einfach ist und man sich danach entspannt zurücklehnen kann. Doch ihre Anzahl reduziert sich schnell: zum Beispiel wegen Updates oder weil sich ein Teilnehmer einen neuen Computer kauft. Für das Forschungsziel ist es aber wichtig, über einen längeren Zeitraum Daten zu erheben.


Gibt es weltweit ähnliche Projekte?

Eines der bekanntesten Projekte mit ähnlichem Format ist SETI@home. Die Teilnehmer bündeln ihre mit dem Internet verbundenen Computer, um Spuren von intelligentem Leben außerhalb unserer Erde zu finden.

Interessiert? Hier können Sie ganz einfach Teil von Einstein@Home werden: https://einsteinathome.org/de/home

Neue Wohnformen

Minimalistische Wohnkonzepte in Hannover

Wohnen auf kleinem Raum? Ideen dafür gibt es in Hannover schon lange. Bereits in den fünfziger Jahren entstanden hier Vorzeigebauten mit kleinflächigen Wohnungen. Heute leben noch mehr Studenten und Fachkräfte in der Stadt, die kleine, bezahlbare Wohnungen brauchen. So entstehen nun rund 300 Mikroapartments mit Flächen von jeweils 24 bis 33 Quadratmetern. Viele Gedanken zu dem Thema macht sich auch die Leibniz Universität: Dort beschäftigen sich Wissenschaftler und Studenten mit dem Forschungsschwerpunkt „Habitate der Zukunft“, also neuen Wohnformen in Städten.

Hannover Gestern

Anlässlich der internationalen Bauausstellung „Constructa“ 1951 präsentierte Hannover den sogenannten Constructa-Wohnblock an der Hildesheimer Straße. Darunter sind vor allem zwei- bis fünfgeschossige Gebäude, die in Zeiten der Wohnungsnot möglichst viele Menschen auf relativ wenig Platz unterbringen können. In den fünfziger Jahren war Hannover noch von Zerstörung durch den Krieg gezeichnet, außerdem kamen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Flüchtlinge, die eine Unterkunft brauchten. Der schnelle Wiederaufbau war deshalb besonders wichtig. Unter der Leitung des Stadtplaners Rudolf Hillebrecht entstand so der Constructa-Block zunächst als Anschauungsmodell. 500 Wohnungen entstanden so auf der rund 15.000 Quadratmeter großen Fläche.

Hannover heute

Hannover, Stadt der Singles: In mehr als jedem zweiten Haushalt der Stadt wohnt nur eine Person. Sie braucht weniger Platz als eine Familie, doch kleine, bezahlbare Wohnungen sind bisher rar gesät. An drei Standorten in Hannover sollen deshalb sogenannte Mikroapartments entstehen: kleine Wohnungen mit einer Fläche von jeweils 24 bis 33 Quadratmetern und eingebauter Pantryküche. Träger des Vorhabens ist die Wohnungsbaugesellschaft „hanova“, die knapp 13 Millionen Euro investiert. Der enercity-Fonds proKlima Hannover fördert mit 66.000 Euro und auch die KfW unterstützt den Plan. Bis 2021 sollen so 300 Mikroapartments fertig sein. Die ersten 113 Wohnungen sind in der Kopernikusstraße 7B in Uni-Nähe entstanden. Im Juli 2018 haben die Einwohner ihre Wohnungen in dem fünfstöckigen Neubau bezogen. Als nächsten Schritt will hanova bis Anfang 2021 zwei weitere Wohneinheiten mit rund 200 Apartments bauen, diesmal am Klagesmarkt 17 und am Körnerplatz. Vor allem Studenten, Singles und Pendler sollen davon profitieren.

Hannover Morgen

Wie könnten menschliche Lebensräume in Zukunft aussehen? Diese Frage stellen sich Wissenschaftler und Studenten der Fakultät für Architektur und Landschaft an der Leibniz Universität Hannover. Weil die Herausforderungen des Zusammenlebens gerade in Städten immer größer werden, fokussiert sich die Fakultät inzwischen auf den Forschungsschwerpunkt „Habitate der Zukunft“. Dabei arbeiten die Mitglieder aus Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Umweltplanung und Technical Education zusammen. Eines der Projekte heißt „Urban Voids“ am Institut für Entwerfen und Städtebau, das sich mit dem Potenzial von städtischen Leerstellen auseinandersetzt – beispielsweise als Wohnraum, aber auch als Fläche mit variabler Nutzung. Als Fallstudie dient hierbei die Stadt Hannover.

Perry Rhodan Neo: Raumzeit-Rochade

Mit Band 89 des Perry-Relaunchs „Perry Rhodan Neo“, dem Roman „Tschato, der Panther“, feierte der hannoversche Science-Fiction-Autor Michael H. Buchholz seinen Einstieg in die Serie. Zahlreiche weitere Veröffentlichungen folgen dem Debüt. Gemeinsam mit seinem Freund Rüdiger Schäfer prägte er außerdem die Rhodan-Schwesterserie „Atlan“ maßgeblich mit.

Darum geht’s:
Das Jahr 2038 beginnt für den Widerstand der Menschen gegen die arkonidischen Besatzungstruppen mit einem herben Rückschlag: Der Versuch, in der Silvesternacht den militärischen Oberbefehlshaber auszuschalten, scheitert. Nun sinnt der Feind auf Rache. Die Freiheitskämpfer Julian Tifflor und seine Freundin Mildred sollen heimlich an Bord eines Raumschiffs der Besatzer eindringen, um es von innen zu sabotieren. Auch diese Mission droht zu scheitern. Doch dann erhalten die Widerständler ungeahnte Unterstützung. Der Polizist Nome Tschato, auch genannt „Der Panther“, entdeckt ihr Vorhaben und will ihnen bei der Umsetzung helfen…

Der Sternenschöpfer

Der Roman stammt aus der Feder des britischen Autors Olaf Stapleton. Ins Deutsche übersetzt haben ihn allerdings die beiden Hannoveraner Wolfgang Thadewald und Thomas Schück. Thadewald galt bis zu seinem Tod im Jahr 2013 als einer der bedeutendsten Kenner der Werke des französischen Science-Fiction-Autors Jules Verne. Schück hat im Laufe seiner Karriere zahllose Werke namhafter Autoren des Genres übersetzt und auch selbst diverse Science-Fiction-Kurzromane veröffentlicht.

Darum geht’s:

Ein Mensch verlässt seine kleine Welt und durchstreift die Weiten des Alls. Er begibt sich auf die Suche nach anderen Lebewesen und stößt schließlich auf eine Welt, auf der Wesen leben, die den Menschen nicht unähnlich sind. Der Kosmonaut forscht weiter und findet schließlich heraus: Alle Lebewesen, denen er auf seiner Reise durch Raum und Zeit begegnet, haben das gleiche Ziel – das größte Geheimnis aller Zeiten und Räume zu enträtseln: das Geheimnis des Sternenschöpfers.

Lila Zukunft und hellgelbe Liebe

Gero Reimann ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und Essays im Bereich Science-Fiction. Sein Roman „Lila Zukunft und hellgelbe Liebe“ erschien 1984 im Heyne-Verlag.

Darum geht’s:

Die Menschen haben die Erde zerstört. Nur noch Daten, gespeichert auf unzähligen Festplatten, erinnern an ihre Existenz. Es sind jedoch tote Informationen, mit denen niemand mehr etwas anzufangen weiß. Bis zu dem Tag, als die „Vagrants“ aus ihrem langen Schlaf erwachen, eine Schauspieltruppe, die in ihrem uralten bananenförmigen Raumschiff die Galaxis durchstreifen. Sie kommen in die Kolonien und erwecken die unverständlichen Legenden der Erde zu neuem Leben.

Das Haus der blauen Aschen

Niklas Peinecke ist in der Science-Fiction-Szene eigentlich durch seine ausgefallenen Kurzgeschichten bekannt. „Das Haus der blauen Aschen“ ist der erste längere Roman des Hannoveraners und zugleich der erste Teil einer Trilogie: Die Fortsetzungen „Die Seelen der blauen Aschen“ und „Die Sonnen der Seelen“ erschienen 2015 und 2016 im Wurdack-Verlag.

Darum geht’s:

Die junge Astrophysikerin Farne stößt während langweiliger Routinearbeiten auf den braunen Zwergstern ERC 238, von dem ein ungewöhnliches Signal ausgeht. Sie setzt alle Hebel in Bewegung, um dem rätselhaften Himmelskörper gemeinsam mit ihrem Freund und heimlichen Geliebten einen Besuch abstatten zu können. Als die Expedition endlich losgeht, ist die Freude zunächst groß. Doch dann häufen sich unerklärliche Vorfälle: Der Bordarzt verschwindet und wird durch eine undurchschaubare Kollegin ersetzt, Geräte fallen aus, Spuren einer untergangenen Zivilisation werden entdeckt. Als Farne sich der Gefahr bewusst wird, die von ERC 238 ausgeht, ist es für eine Rückkehr bereits zu spät.

Maddrax – Die dunkle Zukunft der Erde

Maddrax ist eine postapokalyptische Romanheft-Serie, die die Genres Science-Fiction, Fantasy, Horror und Abenteuer in sich vereint. Der erste Teil „Die dunkle Zukunft der Erde“ stammt aus der Feder des Hannoveraners Bernd Frenz, der das Heft damals unter seinem Pseudonym Brian Frost veröffentlichte. Frenz schrieb auch mehrere Romane der berühmten Perry-Rhoda-Reihe. 2005 verfasste er außerdem mit Claudia Kern den Science-Fiction-Roman „S.T.A.L.K.E.R. – Shadow of Chernobyl: Todeszone“, der die Vorgeschichte des gleichnamigen Endzeit-Computerspiels erzählt.

Darum geht’s:

Ein gewaltiger Komet besiegelt das Schicksal der menschlichen Zivilisation. Eine neue Eiszeit bricht an. Erst nach über 400 Jahren ziehen sich die Gletscher langsam zurück. Die Überlebenden aber fristen ein Dasein in Barbarei, Anarchie und Gewalt. Commander Matthew Drax, ein Pilot, gelangt durch ein Zeitloch in diese unbekannte Welt. Fortan wartet das Abenteuer auf ihn.

Treffen unter Gleichgesinnten

Noch nicht genug? Einmal im Monat treffen sich Scifi-Begeisterte aus der Region Hannover in Ricklingen und tauschen sich über Literatur- und Filmempfehlungen aus. Die Spannbreite der besprochenen Themen reicht von Perry Rhodan über „Star Trek“ und „Star Wars“ bis zu Klassikern wie Jules Verne. Zudem organisiert die SF-Gruppe Hannover regelmäßig Rollenspielrunden oder Kinoabende.

Mehr Informationen

Resist

Erfolgreich im Kampf gegen Viren und Infektionen

Das englische Wort „Resist“ heißt übersetzt „Widerstehen“. In Hannover ist dieser Begriff ein großes Thema für Wissenschaftler der Leibniz Universität: Die Forschergruppe Resist versucht zu verstehen, warum manche Menschen besonders anfällig für bestimmte Infektionen sind. Im Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung TWINCORE Hannover wird zurzeit ein Schnelltest entwickelt, der das RS-Virus nach der Geburt erkennt. Und auch für das Start-up-Unternehmen Syntellix AG aus Hannover ist das Widerstehen von Belang. Die Firma entwickelt Implantate, die nach Knochenbrüchen eingesetzt werden und sich im Körper auflösen. Infektionen können so verhindert werden.

Twincore

Effektiver Virenschnelltest

Das RS-Virus tritt bei fast allen Kindern auf und äußert sich meist als Erkältung ohne auffällige Symptome. Doch in einigen Fällen kann eine Infektion zu ernsten Erkrankungen der Atemwege führen, zum Beispiel zu einer Lungenentzündung. Forscher des Zentrums für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung TWINCORE Hannover haben die Gene von erkrankten Kindern untersucht und arbeiten an einem Schnelltest, der nach der Geburt eingesetzt werden kann. Prof. Thomas Pietschmann, Leiter des Instituts, erzählt von dem Projekt und erklärt, wie Eltern das Virus bei ihren Kindern erkennen können. Und er gibt Tipps, wie man sich im Alltag am besten gegen Viren schützt.

Merkzettel

„So schützen Sie sich vor Viren“

Syntellix

Stabile Implantate, die sich im Körper auflösen

Die Syntellix AG wurde 2008 unter der Federführung von Prof. Dr. Utz Claassen in Hannover gegründet. Das Start-up entwickelt Schraubenimplantate, die nach Knochenbrüchen eingesetzt werden und sich im Körper auflösen. Mithilfe eines Netzwerks hervorragender Wissenschaftler gelang es dem Unternehmen, einen Werkstoff zu entwickeln, der trotz hoher Stabilität vollständig im Körper abgebaut und durch Knochengewebe ersetzt wird. Geschäftsführer Claassen erklärt, wie die Implantate funktionieren, ob es Gefahren gibt und warum Syntellix-Produkte diese reduzieren können.

PhoenixD

Laser zentrum

LeadLaser in der Landwirtschaft: Das Laser Zentrum Hannover arbeiten an einer Laserstrahlung, die das Wachstumszentrum von Unkraut veröden soll, um eine Alternative zu Herbiziden zu schaffen. Das Gerät erkennt das Unkraut optisch und verödet die Pflanzen. Tammo Ripken, Leiter der Abteilung, die sich dem der Technik befasst, erzählt von dem Projekt, was es für die Zukunft bringt und wo Laser noch sinnvoll eingesetzt werden könnten.

Sander – Calenberger Landhof

Nach der Erdbeer-Saison ist vor der Erdbeer-Saison

Familie Sander ist eine moderne Familie und lebt in Gestorf: Auf dem Landhof Sander sind alle mit Leidenschaft dabei. Die ganze Familie und viele weitere helfende Hände garantieren eine meist üppige Ernte und eine fruchtigleckere Auslese. Seit 1997 bewirtschaften die Landwirte den rund 180 Hektar großen Betrieb. Neben Zuckerrüben und Winterweizen liegt der Schwerpunkt der Produktion auf Erdbeeren, die auf einer Fläche von 100 Hektar angebaut werden und im Calenberger Land in besonderer Güte reifen. Seit vielen Jahren lässt die Familie ihren Erdbeeranbau freiwillig QS-zertifizieren.

Hannover und Region

Die Top 7 Besichtigungsorte

Neues Rathaus

Mit seiner Einweihung im Jahr 1913 ist das Wahrzeichen Hannovers tatsächlich noch relativ neu. Der schlossähnliche Bau ist Sitz des Oberbürgermeisters und der Stadtverwaltung. Besucher können einen Rundgang durch das Rathaus machen – dabei ist unter anderem das Monumentalgemälde „Einmütigkeit“ des Schweizer Malers Ferdinand Hodler zu sehen. An den Nordflügel des Rathauses grenzt der Trammplatz, wo immer wieder Veranstaltungen stattfinden.

Maschsee

Manchmal wird der Trubel in der Stadt einfach zu viel. Warum nicht einen Abstecher zum Maschsee machen? Der liegt zwar mittendrin, bietet aber Natur und Erholung. Auf einer Fläche von knapp 0,8 Quadratkilometern lässt es sich schwimmen und Boot fahren, rundherum gibt es Wege für Spaziergänger. Der See wurde 1934 künstlich angelegt und seitdem das größte Gewässer in Hannover.

Ballhofplatz in der Altstadt

Die Hannoveraner Altstadt ist bekannt für ihre Häuser im Fachwerkstil. Der Ballhofplatz mit seinem Brunnen ist ein gemütlicher Ort im Herzen der Stadt. Der dort gelegene Ballhof dient als Spielort des Jungen Schauspiels Hannover. Besucher des Platzes bekommen hier immer wieder künstlerische Darbietungen zu sehen. Zu seiner Entstehungszeit zwischen 1649 und 1664 war der Ballhof eine Sporthalle und wurde später als Versammlungshalle genutzt.

Herrenhäuser Gärten

Lustwandeln wie ein Barockkönig mitten in Hannover? In den Herrenhäuser Gärten können Besucher sich in das barocke Schloss- und Parkleben hineinversetzen. Der 1666 gegründete Große Garten bildet den historischen Kern der Herrenhäuser Gärten, daneben erstrecken sich der botanische Berggarten und der Georgengarten, beide im englischen Landschaftsstil. Das zugehörige Schloss Herrenhausen ist 2013 wiederöffnet worden und zeigt das Leben seiner ehemaligen Besitzer aus dem Welfen-Geschlecht.

Erlebnis-Zoo

Tierliebhaber kommen im Erlebnis-Zoo Hannover auf ihre Kosten. Ob Nashörner in der Flusslandschaft Sambesi, Eisbären im kanadischen Yukon Bay oder Affen in Kibongo: Rund 2000 Tiere leben in sieben verschiedenen Themenwelten, die ihren natürlichen Lebensräumen nachempfunden sind. Mit seiner Gründung im Jahr 1865 gehört der Erlebnis-Zoo zu den ältesten in Deutschland. Rund eine Million Besucher zählt der Zoo pro Jahr.

Schloss Marienburg

Wer sich gern in Märchenstimmung versetzt, sollte einmal durch das Schloss Marienburg spazieren. Die alte Sommerresidenz der Welfen war noch bis 2018 im Besitz der Fürstenfamilie und ist gut erhalten. Bei einer Schlossführung können Besucher zum Beispiel die aufwändig ausgestattete Bibliothek und die Schlossküche besichtigen. Die Residenz ist rund 20 Kilometer südlich von Hannover gelegen.

Die Nanas von Niki de Saint Phalle

Am Leibnizufer stechen einem einige bunte Kunstwerke ins Auge: die kurvigen „Nana“-Figuren der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle. Mit ihren Skulpturen hat sie der Frauenbewegung in den sechziger Jahren Ausdruck verliehen. Die dicken, überlebensgroßen und farbenfrohen Nanas stehen für die selbstbewusste und erotische Frau. Ihr exponierter Platz am Wasser sorgte für viel Protest in Hannover – letztlich entschieden sich die Einwohner aber dafür, die liebgewonnen Figuren zu behalten. Immerhin haben ihnen berühmte Hannoveranerinnen ihre Namen geliehen: Kurfürstin Sophie, Charlotte Buff und die Astronomin Caroline Herschel.